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2010-11-10

Google – ausgelagertes Wissen

wissen

“Schau doch mal bei Google nach.” – “Hast Du das schon ge-Google-d?” So lauten in den meisten Fällen die Antworten auf Fragen zu eigentlichem Alltagswissen. Wo ist unser Wissen hin? Sind wir nur faul geworden oder macht sich hier ein allgemeiner Trend breit, sein Wissen regelrecht ins Netz auszulagern?

Bereits vor über 25 Jahren, als es das Internet in einer heutigen Form kommerziell noch gar nicht gab, zu der Zeit, als Bibliotheken mit unendliche vielen Nachschlagewerken und Archive mit Mikrofilm das Wissen der Welt speicherten, hieß es scherzhaft: “Bildung ist wissen wo es steht”. Schon damals haben wir unser Wissen, besonders unser Wissen zu Themen, die uns nur am Rande berührten, ausgelagert. Und ich denke, so ist es auch heute.

Dieses “Auslagern” ist ein ganz normaler Prozess. Unser Spezialwissen zu unser jeweiligem Fachgebiet ist so komplex und umfangreich geworden, dass man sich wissensmäßig stark spezialisiert hat. Zudem ist das andere, dann ausgelagerte Wissen schnell im Zugriff. Waren es zuerst noch die Bibliotheken und heute das Internet, so ist es doch ein einfaches schnell mal nachzuschlagen.

Meine These: je vernetzter wir werden, desto mehr Wissen lagern wir aus.

2010-11-01

Offene WLANs dürfen genutzt werden



Laut einem aktuellen Gerichtsurteil dürfen offene WLANs in Deutschland bedenkenlos genutzt werden (Stern, Oktober 2010).
Hatten wir in Vergangenheit vielleicht noch ein wenig Bedenken, uns einfach so mit offenen unverschlüsselten WLANs zu verbinden, so ist es jetzt endlich gerichtlich geklärt. Ist ein offenes, unverschlüsseltes Netzwerk in Deutschland vorhanden, so darf ich mich bedenkenlos mit diesem Netzwerk verbinden. Schließlich ist der Anbieter des WLANsfür die Sicherheit verantwortlich. Wer also nicht möchte, dass sein WLAN von anderen genutzt wird, der hat zu sichern.
WPA2, AES256, crypted keyword, hidden network, sicheres Passwort - alles verstanden?


2010-09-29

Neuordnung



Ein großer Wechsel hilft in vielen Fällen, fest eingefahrene Pfade zu verlassen und zu vereinfachen.
So ging es mir bei einem Rechner-Umzug.
Es muss nicht alles umziehen, viele Tools sind doppelt oder funkional sogar mehrfach installiert und damit unnötig.
Ein Dateimanager, ein Texteditor, ein Office-Paket, ein Email-Programm, eine Bildbearbeitung, eine Medienverwaltung. Ein Tool zum Speichern und verwalten von Passwörtern und Zugängen. Und den Rest? Ganz ehrlich: online in der Cloud und auf dem Smartphone - fertig!


2010-09-28

Du bist nicht bei Twitter - hast Du nichts zu sagen?



Diese Aussage stammt von einer Celebrity.
Sicher haben viele andere Menschen viel zu sagen, vielleicht aber auf anderen Kanälen, mit anderen Tools. Twitter ist ein Tool von vielen und nicht unser einhiges Sprachrohr. Dennoch hat es im Laufe der letzten beiden Jahre eine enorme Gewichtung bekommen. Twitter ist nicht mehr nur ein Microblogging-Tool. Twitter zu nutzen ist "in". Twitter ist keine Spielerei mehr und am Hype sind wir auch schon lange vorbei. Twitter ist Realität und Teil des Online-Alltags. Twitter gehört einfach dazu und zudem gehört es auf jedes "anständige" Smartphone, das ein wenig was auf sich hält.
Twitter ist nichts besonderes mehr, Twitter ist ganz normal.


2010-09-14

Warum ist die Benutzeroberfläche bei Facebook so schwierig?



Ständig wird über Facebook geredet und geschrieben: Pages erstellen, Wall definieren, Fotos einstellen. Keiner redet davon, wie kompliziert und teilweise wirklich unverständlich die Benutzeroberfläche bei Facebook ist.
Wer schon einmal eine Page erstellt hat, weiss, wovon ich rede. Die Pages finde ich zuerst einmal ziemlich versteckt im Werbebereich von Facebook. Dort angekommen kann ich eine Seite, eine Page erstellen. Speichere kch sie ab und möchte ich diese dann anschauen, dann darf ich wieder de gesamten Weg über den Werbebereich gehen. direkt geht einfach nicht.
Genauso ist der Zugriff auf viele Einstellungen nur sehr kompliziert zu erreichen. Nicht umsonst beschweren sich viele Nutzer über die Einstellungen zum Datenschutz, sie sind vorhanden, aber nur schwer zu erreichen.
Aber Facebook hat sich als Kommunikationsplattform etabliert. Man trifft sich auf Facebook, postet eine Message auf der Wall eines "Freundes" und tauscht Fotos miteinander aus.
Facebook hat sich etabliert und wir müssen aller Wahrscheinlichkeit nach damit klarkommen.

2010-09-02

Datenschutz ist kein Zustand, sondern ein Prozess



Immer wieder hört man, dass sich eine Firma in Bezug auf Datenschutz zertifiziert hat, dass ein Datenschutzzbeauftragter ernannt wurde oder dass der Datenschutz jetzt "durchgeführt" sei. Dabei wird der Datenschutz als ein Mini-Projekt gesehen, bei dem es ein paar Aufgaben gibt, die - wenn diese denn erledigt sind - das Projekt als abgehakt kennzeichnen. Die Manager reden danach gerne davon, dass das Thema Datenschutz bei Ihnen schon seit langem erledigt sei. Doch Datenschutz kann nicht nur als Projekt eingeführt und dann erledigt werden. Datenschutz muss gelebt und vor allem vorgelebt werden. Datenschutz muss ständig überwacht, überprüft und hinterfragte werden.

Datenschutz ist ein Prozess.

Der Datenschutz ist besonders bei kleinen Dienstleistern schnell zu erkennen. Komme ich als Kunde in das Büro des Dienstleisters und liegen dann noch Unterlagen und interne Informationen anderer Kunden offen herum, dann scheint es mit dem Datenschutz hier nicht allzu weit her zu sein.
Datenschutz muss vorgelebt und täglich sowohl nach Innen als auch nach Aussen aktiv gelebt werden.

Dann ist Datenschutz das, was wir unter Datenschutz verstehen.


2010-08-25

Reden wir noch über Computer?



Reden wir eigentlich noch über Computer? In letzter Zeit höre ich nur noch etwas über iPods, SmartPhones und iPads vielleicht wird noch einmal das Stichwort Netbooks genannt. Aber das Wort PC oder Computer hört man nicht mehr.
Ist der Computer bereits so stark in unseren Alltag hineingewachsen, dass es nicht mehr auffällt, wenn darüber berichtet wird, oder ist ein Computer bzw. ein PC einfach nicht mehr "In"?


2010-08-19

Social Media – die Startphase

start

Jedes Netzwerk im Bereich Social Media hat sein Für und Wider.

Möchte man im Bereich Social Media aktiv werden, so kann ich folgendes Vorgehen empfehlen:

Definieren eines gleichlautenden Usernamens für die einzelnen Netzwerke

Damit ist sichergestellt, dass man netzwerkübergreifend erkannt wird. Benutzt man verschiedene Benutzernamen, so ist eine Wiedererkennung und damit auch eine Zusammenführung von Beiträgen eines Nutzers für die anderen Konsumenten schwierig.

Festlegen eines Avatars

Was für den Benutzernamen gilt, gilt auch für den Avatar, da kleine Bildchen, dass einen User in den Netzwerken zusätzlich kennzeichnet. Auch ein häufiger Wechsel dieses Bildchens ist für die anderen Nutzer eher verwirrend als interessant.

“Basis”anmeldungen

Im Laufe der letzten beiden Jahre haben sich ein paar besonders intensiv genutzte soziale Netzwerke herauskristallisiert. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, sich bei diesen Netzwerken zuerst anzumelden.

  • Twitter
  • Facebook
  • Google Places

Definieren einer “Base”

Das kann eine Website oder auch ein Blog sein. Ich empfehle nicht, eine Business-Seite bei Facebook als Base zu verwenden, da man sich hiermit zu stark vom Anbieter abhängig macht. Ein Blog macht in Bezug auf SEO (Suchmaschinenoptimierung) und Interaktion mit den Nutzern mehr Sinn als eine in HTML oder Flash präsentierte Hochglanzbroschüre im Internet.

Die “Base” leitet über Hinweise in den Artikeln, auf den Seiten oder auch über die “Sharing”-Links immer wieder zu den sozialen Netzwerken hin. Damit werden andere Nutzer aktiv in das Live-Geschehen eingebunden. Andererseits leiten die Profile in den sozialen Netzwerken und auch die Tweets oder Status Updates immer wieder hin zur “Base”, so dass die Follower und Friends zu weiteren Informationen des Users geleitet werden.

verknüpfung

2010-08-12

Meine Social Media Toolbox

toolbox

Wer mir erzählen möchte, dass man Social Media Aktivitäten in 10 Minuten am Tag “abvespern” kann, dem kann ich nur sagen: das geht nicht!

Social Media benötigt Zeit. Zeit, die auch eine gute Konversation benötigt. Alles andere ist nur Smalltalk oder ein kurzes “Hallo” wie wenn man sich auf dem Flur begegnet.

Jedoch kann man Tools einsetzen, die einem das Leben etwas erleichtern und Zeit einsparen können.

  • Social Media Dashboard
    Zwar bieten die Webseiten der Social Media Tools wie Twitter oder Facebook die Möglichkeit, diese direkt ohne weitere Software zu bedienen, jedoch hat es sich für mich gezeigt, dass ich mehrere Dienste gerne unter einer Haube zusammenfasse. Hootsuite bietet hier die schöne Möglichkeit, Tweets zeitgesteuert zu senden und auch mehrere Twitter-Accounts zu bedienen. Tweetdeck ist ein übersichtlicher Client für Twitter und Facebook für die Adobe Air Plattform.
  • Content Management System
    Hier nutze ich Wordpress. Wordpress entstand eigentlich als Blogging-System. Diesen Wurzeln ist es entwachsen und bietet besonders mit der Version 3.0 Funktionen an, die es zu einem kompletten CMS machen. Wordpress ist kostenfrei, lässt sich schnell und einfach installieren und es gibt Tausende von Erweiterungen und Themen, so dass man sich “sein” Wordpress mit ein paar Klicks zusammenstellen kann.
  • Smartphone
    Kommunikation ist alles. Ein Smartphone ist heutzutage nicht nur ein Mobiltelefon. Ein Smartphone ist ein Kommunikationsgerät auf allen möglichen Kanälen. Außerdem kann es zum mobilen Büro werden. Kontakte, Emails, Internet, Navigation, Textverarbeitung – alles an Bord.
  • Notizbuch
    Die Elektronik unterstützt uns heute in vielen Lebenslagen, und ein Arbeiten ohne Computer ist zwar vorstellbar, jedoch in manchen Punkten tatsächlich umständlich. In solchen Fällen geht dann nichts über einen Stift und ein Stück Papier. Kein Booten, kein Systemabsturz, kein Strom, sofort einsatzbereit.
  • Google
    Google ist auf der einen Seite sicher ein immenser Datensammler. Trotzdem bietet Google interessante Tools, die man nicht verachten sollte. Ich nutze am meisten den Google Reader, der mir übersichtlich, Plattform- und maschinenübergreifend meine “Tageszeitung” auf den Computer zaubert. Google Maps dient mir dazu, sich mal schnell zu orientieren und Google Places nutze ich, um mein eigenes Unternehmen darzustellen.
  • Bookmarking
    Am Tag sammeln sich haufenweise Fundstücke im Netz an, die man (vielleicht) irgendwann mal lesen möchte. Hierzu habe ich meinen eigenen Webdienst entwickelt: http://MySiteBar.de . Kostenfrei, einfach zu bedienen und Smartphone-fähig.
  • Cloud Storage
    Eine schicke Sache, wenn man mit mehreren Maschinen und dem Smartphone arbeitet. So kann ich von mehreren Arbeitsplätzen aus auf dieselben Dateien zugreifen, ohne jedes Mal einen USB-Stick anzustecken. Empfehlen kann ich DropBox. DropBox gibt es für Windows, Mac OS, Linux und viele Smartphone-Betriebssysteme. So kann ich meine aktuellen Daten auf alle meinen Systemen ohne aufwändige Synchronisation sofort und schnell einsehen und bearbeiten.

Einen Instant Messenger zähle ich nicht zu meiner Toolbox. Denn für ein ausführliches Gespräch bevorzuge ich immer noch das Telefon, alternativ die Email. Wenn es sich nur um eine Kurzmitteilung handelt, dann tut es auch auch mal Twitter.

2010-08-11

Macht uns SocialMedia kommunikativer?

kommunikation 

Wie sieht das heutige Verhalten mit elektronischer Kommunikation eigentlich aus?

Ständig kommunizieren wir. Wir haben unseren Notebook an und sind mit tausenden von Freunden connected. Wir stieren auf unser Smartphone, kapseln uns in die virtuelle Realität und sind nur noch aufnahmefähig für Tweets, Status Updates und Feeds.

Wie werden wir von unserer Umwelt wahrgenommen?

Eigentlich gar nicht kommunikativ. Denn unsere elektronische Kommunikationseinrichtung kapselt uns nach außen hin. Ein Kanal in die direkte, reale Umgebung ist da meistens nicht mehr offen. Wir schaffen es gerade noch, einen affe dabei zu trinken.

Wie können wir trotz SocialMedia noch kommunikativ sein?

Mein Tip: mal die Finger weg lassen von der Elektronik und zurückkehren zu den alten Gesten mit den Händen. Allein durch diese kleine Handlung öffnen wir uns wieder für unsere direkte Umgebung. Auch reales Gesten mit der Hand bringen uns zurück in die Realität. Dankesschreiben, ein Händeschütteln oder auch ein Zuwinken hilft uns, die unmittelbare, direkte Kommunikation wieder zu intensivieren.

Eine kleine beginnende Geste ist übrigens die, das Smartphone auszuschalten (nicht Stand-by – ausschalten!) und tief in die Tasche zu stecken. Das zeigt meinem Gegenüber die Bereitschaft: jetzt kommunizieren wir miteinander.

2010-08-10

Wir haften – wer es noch nicht wissen sollte…

haftung

Die Urteile der deutschen Gerichte zeigen es immer wieder: der Anschlussinhaber ist verantwortlich für das, was über seinen Internetanschluss bezogen und angeboten wird.

Aus diesem Grund kann ich bei einem “Mehrbenutzeranschluss” oder auch einem Firmenanschluss immer wieder das Aufsetzen von vertraglichen Regelungen und einer technischen Kontroll- oder sogar Überwachungsmöglichkeit empfehlen.

Jetzt werden die Datenschützer sicher auf die Barrikaden gehen. Aber im Endeffekt bin ich als Inhaber für einen Internetanschluss verantwortlich, und das muss ich auch kontrollieren und die entsprechenden Verbindungen im Endeffekt auch nachweisen können.

Wem dies nicht passt, muss meinen Anschluss nicht verwenden.

2010-07-30

Windows XP tut es doch



Die Linux-Gemeinde mag jetzt über diesen Artikel sicher schmunzeln. Nichts desto trotz ist das Betriebssystem der Redmonder weit verbreitet und hat sich sowohl im Privathaushalt als auch im geschäftlichen Umfeld als ein Standard für Betriebssysteme etabliert.
Windows 7 ist nun seit einiger Zeit das aktuelle Betriebssystem des Softwaregiganten, dennoch halten viele noch an Windows XP fest.

Besonders im unternehmerischen Umfeld stellt sich für viele die Frage: "Warum soll ich weg von Windows XP?"
Denn eine Umstellung des Betriebssystems zieht immense Kosten nach sich.
  • Lizenzkosten
  • Schulungskosten
  • Anpassen von technologischen Lösungen
Ganz zu schweigen davon, dass für ein neues Betriebssystem auch immer wieder leistungsfähigere Hardware vorausgesetzt wird.

Und das Wichtigste: die am meisten eingesetzte Software ist nun mal nicht Microsoft Office, sondern eine für das Unternehmen programmierte Spezialsoftware, eventuell noch mit Treibern für eine spezielle Hardware.
Da ist zum Beispiel eine CNC-Maschine, die über eine serielle Schnittstelle bedient wird, ein Röntgengerät, dass nur mit einer speziellen Software läuft, Abrechnungs- und Schnittstellenrogramme, die ihren Ursprung teilweise noch in der Großrechnerwelt unter COBOL hatten und jetzt mittels DOS-Emulator-Umgebung laufen.

Wie soll das alles umgesetzt werden?

Die Laufzeit von Windows XP wurde ja bereits mehrere Male verlängert, ich bin gespannnt, wann das Service Pack 4 rauskommt...


2010-07-27

Change Management



Menschen sind Gewohnheitstiere. Es gibt nichts Schlimmeres für den Betroffenen oder Schwierigeres für den Verantwortlichen, als einen einmal eingefahrenen Arbeitsablauf umzustellen.

Warum ist es so schwierig, etwas zu verändern?

Weil wir uns an etwas gewöhnt haben und Emotionen damit verbunden sind.


Ich denke da an die Erneuerung einer ausgedienten Maschine. Der Bediener der Maschine kannte die alte in- und auswendig. Mit den Macken konnte man leben. Beim Reinigen oder Reparieren hat man ihr vielleicht sogar gut zugeredet. Manche bauen direkt eine Beziehung zu einem Stück Technik auf und vermennschlichen diese Technik stückweise. Wer erinnert sich da nicht wehmütig an seinen alten Computer, bei dem doch so vieles besser war...

Weil wir im Prinzip faul sind, und nichts Neues lernen wollen.

Ein neuer Arbeitsablauf bedeutet neue Wege, neue Handgriffe, etwas Neues erlernen. Und warum? Soll es am Ende kostengünstiger oder schneller sein? Für mich bedeutet es umlernen und damit zusätzliche Arbeit.

Weil wir Angst vor Veränderungen haben.

Das Gute, Altbekannte. Plötzlich ist es weg und wird durch etwas Neues, Unbekanntes ersetzt. Was wird das Neue, Unbekannte bringen? Werde ich damit klar kommen? Werde ich diese neue Situation meistern können?
Angst oder Unbehagen vor einer neuen Situation können die Motivation für eine Veränderung massiv bremsen.

Was gilt es also zu tun?

Im ersten Schritt klingt es ganz einfach: die identifizierten Probleme beseitigen. Emotionen herausnehmen und Ängste beseitigen.

Doch wir Menschen sind vielschichtig und komplex.
Emotionen lassen sich nicht einfach abschalten, Gewohnheiten nicht einfach verändern. Ängste lassen sich nicht einfach wegreden.

Für anstehende Veränderungen gibt es damit verschiedene Ansätze der Durchführung:

a) Verständnisvoll und nichts passiert
Diese Methode geht zu 100% auf die betroffenen Personen ein. Es wird Verständnis gezeigt, die Seele wird gestreichelt. Man versucht gut zuzureden.
Und das Ergebnis? Es wird nicht spassieren. Denn der Betroffene wird sich nur dann gut fühlen, wenn sich Nichts verändert.

b) Langsam aber beständig
Die Veränderung muss angegangen werden. Kleine Schritte helfen, Veränderungen als nicht zu massiv zu empfinden. Dabei ist es wichtig, dass der gesamte Veränderungsprozess in kleine, abgeschlossene Einheiten zerlegt wird. Diese kleinen Einheiten können dann nach und nach umgesetzt werden. Doch auch hier gilt es: ständig dranbeleiben an den Veränderungen. Dann besonders bei dieser Methode neigen die Betroffenen immer wieder dazu, anstehende neue Schritte des Veränderungsprozesses durch fadenscheinige Ausflüchte zu umgehen. Es darf kein Ausreden geben, es wird umgestellt.

c) "Hau-Ruck"
Die "Hau-Ruck"-Methode ist emotional gesehen vielleicht die brutalste, sie funktioniert aber. Wenngleich sich bei dieser Methode auch ein sehr großes Risiko gegenüber der in b) beschriebenen Methode verbirgt.
Die Methode funktioniert, weil ab einem Stichtag X das alte System, die alte Software, die alte Maschine einfach nicht mehr zur Verfügung steht. Das bedeutet, man muss das Neue benutzen, um seine Arbeit verrichten zu können.

Zwei große Risiken verbergen sich jedoch dabei:

I) Meuterei
Die betroffenen Personen weigern sich massiv, wobei es dann nur zwei Wege gibt:
1. Die betroffene Person passt sich an und bleibt
2. Die betroffene Person passt sich nicht an und man trennt sich
Das mag jetzt ziemlich hart klingen, im Endeffekt gibt es aber nakch einem Umstellungsprozess kein zurück mehr. Ich kann dann nicht nur für eine Person wieder einen Schritt rückwärts gehen. Man geht die Schritte immer nach vorne und immer zusammen.

II) Es wurden gewissen 'Kleinigkeiten' übersehen
Hier liegt ein gewisses Risiko gegenüber der in b) beschriebenen Methode. Setze ich den Gesamtprozess in kleinen Schritten um, so habe ich immer die Möglichkeit lenkend einzugreifen und Lösungswege für auftretende Ungereimtheiten zu schaffen. Setze ich den Prozess in einem Schritt um, so muss ich alle Kleinigkeiten vorher bedacht haben. Was leider nicht immer möglich ist. Aus diesem Grund ist es dann wieder gut, wenn man eine Notfallplanung mit Ersatzprozessen aus dem Ärme ziehen kann.

Veränderungen sind nicht immer einfach. Unser Leben besteht aber aus Veränderungen. Je leichter wir uns anpassen können, desto besser können wir diese Veränderungen dann (er-)leben.

(Foto: http://www.flickr.com/photos/wm_archiv/2938902216/sizes/s/)


2010-07-20

Ein schönes Wochenendprojekt - dd wrt



Seit einiger Zeit bin auch ich stolzer Besitzer eines Linksys WRT 54 (gehört ja jetzt zu Cisco). Diesen WLAN-Router gibt es preiswert bei Amazon. Das schon etwas ältere Gerät macht einen soliden Eindruck und bringt bereits in der gelieferten Ausstattung einiges an Komfort und Einstellmöglichkeiten mit, so dass in kurzer Zeit ein anständiges WLAN aufgebaut werden kann. Die Funktion als Access-Point habe ich jesoch leider vermisst. Aus diese Grund habe ich mich zum Wechsel der Firmware entschieden. An dieser Stelle ein großes Lob an die Jungs von dd-wrt. Eine gute Doku in einem sauber aufgebauten Wiki, einfach gestaltete Downloads und: es funktioniert auf Anhieb!
Hier geht es zu dd-wrt und zu der Doku für die Einstellungen WLAN Access-Point.
Also dann: auf ein fröhliches 30-30-30! (wer seinen Router umstellt, weiß was gemeint ist)

2010-07-02

ToDo-Liste digital?



Digitale ToDo-Listen gibt es wie Sand am Meer. Kostenpflichtige und kostenfreie Lösungen. Mit GTD-Unterstützung, online, offline, mit Synchronisation zwischen verschiedenen Plattformen. Für den Einzeluser, für Teams, mit Projektmanagement. Alle Farben und Formen frei wählbar.
Doch sollten wir an dieser Stelle nicht vergessen: es geht darum, sich Dinge zu merken, die man tun möchte/soll/muss und dabei eine Reihenfolge festzulegen.

Oft entstehen dabei literarische Gesamtkunstwerke, die lange Zeit einmal erstellt dann unveränderlich im digitalen Nirwana gespeichert werden. Bis sie dann nach einem langen Dornröschenschlaf beim Aufräumen der Festplatte wieder an die Oberfläche gelangen. Nicht, um abgearbeitet zu werden, sondern eher zur Vergangenheitsbewältigung und zur allgemeinen Belustigung.

Aus diesem Grund stellt sich die Frage: macht eine digitale ToDo-Liste wirklich Sinn?

Eine ToDo-Liste ist nicht eine Liste von geplanten Projekten, sondern eine Aufzählung von Arbeitsschritten, einzelnen Aufgaben (zur Definition eines Projektes empfehle ich einen früheren Artikel von mir).
Eine ToDo-Liste muss sofort und immer im Zugriff sein. Von daher kann ich von Programmen und Online-Tools nur abraten.
Papier und Stift "booten" definitiv schneller und benötigen keinen Internet-Zugang. Gewöhnt man sich an, immer "sein Notizbuch" dabeizuhaben - in welcher Form auch immer -, dann hat man auch immer seine ToDo-Liste dabei.
Auf die Möglichkeit, ein Smartphone zu nutzen, könnte ich mich vielleicht noch einlassen, aber nur vielleicht...


2010-06-02

Was für ein Spielzeug




Eigentlich war mir Apple immer etwas zu 'snobbish' - ich habe mich eines Besseren belehren lassen.
Der iPod Touch hat es in sich. Bereits das Auspacken ist ein Erlebnis. Hier wird nicht nur eine Blisterverpackung aufgeschnitten, nein, hier wird eine designte Acrylglashülle andächtig geöffnet. Man kommt sich als Mann fast so vor wie eine Frau beim Öffnen einer kleinen Schatulle eines Diamantrings.
Das Gerät erklärt sich von selbst. Einziges Manko, iTunes muss installiert werden. Ohne diese Apple-eigene Software geht gar nichts. Der Vorteil bei iTunes wiederum ist, dass wirklich alles einfach funktioniert. Ich kann meine MP3-Sammlung übernehmen, Videos aufspielen und auch die Apps verwalten. Schöne runde Sache.
Auch diesen Blog-Beitrag verfasse ich über eine App die eine direkte Schnitttelle (API) zu meinem Blogsystem hat.
Ich bin begeistert.
Ich muss zugeben, dass ich Befürworter eines iPod Touch oder auch iPhones jetzt etwas besser verstehen kann. Fehlt mir bei diesem Gerät noch das Handy und die 3G Datenverbindung, so hat es sich bereits gezeigt, dass ich, WLAN-Verbindung vorausgesetzt, meinen Computer nur noch selten anschalte. Die komplette Kommunikation kann ich nun über dieses Gerät abwickeln.

Damit ist der eigentliche MP3-Player für mich zum Allrounder in Bezug auf Publizierung und Kommunikation geworden.
Ach ja, ab und zu genieße ich auch mal wieder eine Lieblings-CD mit diesem Gerät.



2010-05-27

Warum tue ich das nicht?



"21 Tips, wie man im Internet Geld verdienen kann."
"So wird Ihr Blog zur Geldquelle."
"5 DVDs, 3 Bücher und 30 kostenfreie eBooks wie man mit dem Internet richtig reich wird. Jetzt nur für unschlagbare 99 EUR. Und wenn Sie jetzt gleibestellen erhalten sie noch 10 weitere eBooks gratis dazu."

Tolle Sachen, die da angespriesen werden. Aber da frage ich mich doch manchmal, wenn jemand dafür wirbt, wie man im Internet Geld verdienen kann, warum diese Leute es dann nicht selber tun.
Oder sind es vielleicht gerade diese Methoden, die hier erst benutzt und dann selbst angepriesen werden?

"Wie ich den Leuten im Internet das Geld aus den Taschen ziehe.
Ein eBook mit 156 Seiten."
Ich denke, wenn die sinnvollen Projekte mit real existierenden Kunden mal vorüber sind, dann könnte das ein nächstes Projekt werden.


2010-05-17

Benutzoberflächen sollen einfach sein

Einfach und verständlich. Frei nach dem Motto: Keep It Simple Stupid (KISS).

Leider gibt es immer wieder Beispiele, da scheint das nicht der Fall zu sein, denn eigentlich muss ich in einem Printmedium eine neue Weboberfläche nicht erklären - oder doch?




2010-05-01

Prognosen



"33% der Weltbevölkerung werden 2011 das Internet nutzen".
Dieses Plakat habe ich auf der diesjährigen CeBIT gesehen. Irgendwie hatte ich das Gefühl, es klingt wie der Ausspruch von Thomas Watson, IBM-Chef, von 1943:
"Ich glaube es gibt einen weltweiten Bedarf an vielleicht fünf Computern".

Mit Prognosen können wir manchmal ganz schön daneben liegen.
Dass die Zahl der Internetnutzer stark ansteigen wird, ist sicher. Wie stark sie jedoch ansteigen wird hängt von sehr vielen Faktoren ab: Flächenabdeckung der Breitbandanschlüsse, Kosten der Internetverbindung und auch Kosten der Endgeräte sind hier meiner Meinung nach die bestimmenden Faktoren.
Wir lassen uns mal überraschen...



2010-04-30

Betreutes Internet-Surfen

Das Internet wird immer komplexer, die Web 2.0-Applikationen immer umfangreicher. Wer den Anschluss nicht verpassen möchte, der muss ständig dabei bleiben. Wer jetzt erst einsteigt, der hat es schwer. "Betreutes" Internet-Surfen könnte hier eine Lösung sein.